USC fenster mayer ALTENWÖRTH

DIE MEILENSTEINE:

1952 Gründung des Vereines
1955 Erster Meistertitel - 2. Klasse Kamptal
1958 Zweiter Meistertitel - 1. Klasse Kamptal
1962 Abstieg in die Bezirksklasse Nordwest
1976 Aufstieg in Unterliga NW-Waldviertel
1978 Baubeginn der neuen Sportanlage
1981 Eröffnung der neuen Sportanlage
1984 Abstieg in die 1. Klasse NW-Mitte
1988

Dritter Meistertitel - 1. Klasse NW-Mitte

2002 50 Jahre USC fenster mayer Altenwörth 
2008 Vierter Meistertitel - 1.Klasse NW-Mitte
2008 Aufstieg in die Gebietsliga Nordwest Waldviertel
2009 5. Platz in der Gebietsliga Nordwest Waldviertel (Meister: Weißenkirchen)
2010 7. Platz in der Gebietsliga Nordwest Waldviertel (Meister: Zwentendorf)
2011 Vizemeister in der Gebietsliga Nordwest Waldviertel (Meister: Rohrendorf)

Die Zeit vor der Gründung

Mitten in den Wirren des 2. Weltkrieges, in den Jahren 1940-1942, fand sich eine Schar jugendlicher, sportbegeisteter Buben zusammen, die bald eine Fußballmannschaft mit dem Namen "SK Rapid Altenwörth" gründeten. 
Spieler des damaligen Vereines waren Zehetner Eduard (†), Haubner Erwin (†), Waltner Erwin ( vermisst 1945), Wanko Robert, Gradt Josef, Mayer Emmerich (†), Payer Anton, Payer Friedrich (†),
Kranzl Anton, Stanka Franz, Wohak Herbert, Mayer Johann und später Gartner Engelbert (†).

In diesen Jahren wurden durchwegs erfolgreiche Freundschaftsspiele mit den Mannschaften aus
Seebarn, Neustift, Stetteldorf, Absdorf, Eggendorf und Zwentendorf ausgetragen. Die meisten Kämpfe
wurden gegen Neustift und Seebarn absolviert, die erfolgreichsten gegen Winkl mit 26:2 und gegen
Sachsendorf mit 18:3. Die härtesten Spiele waren gegen Zwentendorf, die einmal ein 2:2- Unentschieden und einmal eine 1:2- Niederlage brachte. Klare Niederlagen gab es in Stetteldorf mit 0:5
und gegen Königstetten in Klosterneuburg mit 1:5

Mit dem Jahre 1943 wurden dann die Spieler Mayer Emmerich, Haubner Erwin, Payer Anton und Payer Fritz, Zehetner Eduard, später noch Wanko Robert und Waltner Erwin zur deutschen Wehrmacht einberufen. So kam es allmählich zum Stillstand des Sportbetriebes in Altenwörth.
Einige unentwegte Jugendliche schlossen sich mit solchen aus Nachbarsorten zusammen und lieferten noch so manch schönes Fußballmatch gegen andere Jugendmannschaften. Die begeisterten Anhänger und eifrigsten Schlachtenbummler dieser Zeit waren Herr Wimmer Alois sen. und Herr Wimmer Alois jun.. Später gesellten sich immer mehr dazu, unter ihnen auch Herr Blauensteiner Michael.
Mit Ende des 2. Weltkrieges im Jahre 1945 kamen allmählich wieder die Spieler der Reihe nach, manche verletzt, nach Hause. Leider sahen wir drei der treuesten Spieler nicht mehr kommen: Waltner Erwin, Haubner Erwin und Zehetner Eduard.

Im Jahre 1946 war man wieder soweit, eine Fußballmanschaft zusammenzustellen. Der Verein trug wieder den Namen "SK Rapid Altenwörth" und wurde unter der Führung des Schriftleiters Herrn Wimmer Alois jun. beim Niederösterreichischen Fußballbund angemeldet. In der Folgezeit wurden sehr schöne-und zumeist erfolgreiche-Spiele gegen Kirchberg, Haitzendorf und SC Krems (Reserve) ausgetragen. 
Mitwirkende waren: Wohak Herbert, Payer Fritz, Payer Anton, Wanko Robert, Kranzl Anton, Herz Fritz, Kranzl Alfred, Mayer Alfred, Gartner Engelbert, Mayer Emmerich, Mayer Johann, Weber Leopld, Delian Johann, Waltner Johann, Schwaiger Herbert.

Durch finanzielle Schwierigkeiten musste sich der Verein nach einem Jahr vom NÖ. Fußballbund abmelden. In der Folgezeit wanderten nun die meisten Spieler zu anderen Vereinen ab. Payer Anton, Payer Fritz, später Wohak Herbert und Gartner Engelbert zum SC Reidling, Mayer Alfred, Kranzl Alfred,
Kranzl Anton, Herz Fritz, Novitzky Josef und Gradt Franz nach Kirchberg.  

Die fußballerische Tätigkeit in Altenwörth beschränkte sich auf gelegentliche Spiele, zumeist wurde auf dem Turnplatz beim Sägewerk gekickt und das Interesse am Fußball bei der Bevölkerung auf diese Weise trotzdem wachgehalten.

Im Frühjahr 1952 hatte sich das Interesse und die Begeisterung dermaßen gesteigert, dass man die Gründung eines Sportklubs wieder ernsthaft in Erwägung zog. Gefördert wurde diese Tendenz dadurch, dass wertvolle junge Spieler heranwuchsen und nicht zuletzt durch den von Absdorf nach Altenwörth übersiedelten Gendameriebeamten Insp. Karl Hager, der unermüdlich nach einer Gründung eines Sportvereines in Altenwörth strebte. 

Eines der größten Hindernisse war aber noch zu überwinden - die Schaffung einer entsprechenden Sportanlage. Als aber am Karsamstag des Jahres 1952 Herr August Novotny die Wiese gegenüber seinem Hause dem künftigen Sportklub Altenwörth bis zum Jahre 1960 verpachtete, machten sich in den heißen Juliwochen alle Sportler mit einem wahren Feuereifer an die Arbeit, die Wiese in einen Sportplatz umzugestalten. Es kostete viel Arbeit, das im Osten der Wiese gelegene Terrain zu ebnen. Ein glücklicher Umstand kam dem Sportklub hier wieder sehr zu gute: Zur selben Zeit, als mit den Arbeiten an der Sportanlage begonnen wurde, wurd auch die Ortsstraße Altenwörth durch die ASDAG gebaut. Von dieser Firma bekamen die jungen Leute Geräte zur Verfügung gestellt, der Fahrer der Dampfwalze drückte dann anschließend mit seiner Maschine den ganzen Boden fest.
Es soll auch hier mit besonderem Dank vermerkt sein, dass Herr Johann Waltner mit seinem Traktor, Herr Alois Wimmer sen., Herr Franz Einwögerer und Herr Michael Blauensteiner mit ihren Pferdegespannen sich gratis in den Dienst dieser Arbeiten für den Sportklub stellten.

Nun war der Platz so weit bespielbar, doch bedurfte es noch eines Schutzes der unmittelbar hinter den beiden Toren befindlichen Wohnhäusern Trotzka bez. Nowotny und Payer. Hier half den Sportlern in wirklich hilfsbereiter Art und Weise Herr Josef Wunderer aus, der Spanndraht und Drahtgitter beschaffte, um die gefährdeten Häuser zu schützen. Herzlicher Dank gebührt hier auch Herrn Anton Hametner, der die zum Spannen des Drahtes erforderlichen Stangen gratis zur Verfügung stellte.

In vielen Stunden wahrer Gemeinschaftsarbeit war auch dieses vorletzte Hindernis beseitigt. Nun galt es noch zuletzt, den Verein zu gründen. In verschiedenen kleineren Besprechungen mit Herrn Volksschuldirektor Friedrich Süß kam man überein, eine

GRÜNDUNGVERSAMMLUNG
AM 15. NOVEMBER 1952

abzuhalten. Der Gründungsversammlung wohnte auch Herr Bundesfachwart Grünner von der Landesleitung der Österr. Turn- und Sport-UNION bei. Man beschloss, sich dieser Institution anzuschließen. Der Verein trägt nunmehr den Namen 

"ÖSTERREICHISCHER TURN- und SPORT-UNION SC ALTENWÖRTH"

In dieser Versammlung wurde auch die 1. Vereinsleitung einstimmig gewählt.

DIE "GEBURT" DES UNION
SPORTKLUB ALTENWÖRTH

Gründungsdatum: 15. November 1952
  

Die Gründer:                                           

BLAUENSTEINER Michael                                            
Insp. HAGER Karl
PAYER Anton
PAYER Friedrich
RIEDIGER Ludwig
Dir. SÜSS Friedrich
WIMMER Alois sen.
WOHAK Herbert

Der erste Vereinsvorstand:   
   
EHRENPRÄSIDENT: Landesrat Johann WALTNER
OBMANN: Michael BLAUENSTEINER
OBMANNSTELLVERTRETER: Alois WIMMER sen.
SEKTIONSLEITER: Herbert WOHAK
SEKTIONSLEITERSTELLVERTRETER: Josef FRAUERWIESER
SCHRIFTWART: Anton PAYER
SCHRIFTWARTSTELLVERTRETER: Josef GAUBITZER
KULTURWART: Ludwig RIEDIGER
KASSAWART I: Friedrich PAYER
KASSAWART II: Alois WIMMER jun.
KASSAPRÜFER: Emmerich MAYER, Franz MÜLLNER,  Johann PLOINER
KASSIERE: Otto TIEHL, Karl SCHARF, Alois WEISS, August WEISS 
TRAINER: Insp. Karl HAGER
PLATZWART: Richard PLOINER
ZEUGWART: Friedrich PAYER
MANNSCHAFTSFÜHRER: Alfred MAYER
SEKTIONSLEITER für TT: Franz TREIBER
STELLVERTRETER für TT: Rudolf KIERNBERGER
SEKTIONSLEITER für Faustball: Hans SPIELVOGEL

 Der Bau der neuen Sportplatzanlage

Nachdem vor der Gründung des Vereines auf dem kleinen Sportplatz - der früheren Nowotny-Wiese, die nun in den Besitz der Ehegatten August und Johanna Walzer überging - fortan alle Spiele ausgetragen wurden, der Verein aber durch seine beachtenswerten sportlichen Erfolge in der Unterliga NW Waldviertel aufgestiegen war, wurde dem USC Altenwörth vom NÖFV für die Saison 1978/79 letztmalig eine Ausnahmebewilligung für die Benützung des Spielplatzes erteilt.

Der Verein hat inzwischen über Ansuchen vom 7.1.1978 in der KG Altenwörth mit Zustimmung der Marktgemeinde Kirchberg/Wagram ein Grundstück erhalten, auf dem ein neuer Sportplatz mit den erforderlichen Ausmaßen, ein Trainingsplatz sowie ein Klubhaus entstehen werden.

Im Frühjahr 1978 konnte mit den Bauarbeiten begonnen werden. Nach dem Humusaushub, den durchgeführten Versickerungsproben, dem Aushub der Künetten für die Beregnungs- und Beleuchtungsanlagen und der damit verbundenen Verlegung von Beleuchtungs- und Wasserleitungsrohren und nach dem Bau der notwendigen Verteilerschächte wurde die Grobplanie durchgeführt.

Samstag, 30.September 1978 war es, unter großartigem Einsatz freiwilliger Helfer und Landwirte, die auch Traktoren und Kipper zur Verfügung stellten, möglich, auf diese Rohunterlage wieder Humus aufzuführen und diesen gleichzuschieben. Nach Aufbringung des Feingemisches wurde im Juni 1979 der Grassamen eingearbeitet.

Für die Spieljahre 1979/80 und 1980/81 mussten wir beim NÖFV am 27.7.1979 bzw. am 12.7.1980 um weitere letztmalige Ausnahmegenehmigung für die Benützung der so schön in der Ortsmitte gelegenen alten Anlage ansuchen. Am 12. Juni 1980 wurde mit dem Bau des Klubhauses nach dem von Ing. Franz Schmidt entworfenen Plan und nach erteilter baubehördlicher Bewilligung seitens der Marktgemeinde Kirchberg/Wagram (13.5.1980) begonnen. Dank des vorbildlichen Einsatzes freiwilliger Helfer (Funktionäre Spieler, Gönner, Freunde) konnte der beachtungswerte Bau mit einer verbauten Fläche von 234 m2 und einem umbauten Raum von 911,25 m2, zum Teil unterkellert, noch 1980 roh fertiggestellt werden.

Für viele seien hier dankbar namentlich genannt: "Polier" WalterHess, die drei "Bagger" Franz Einwögerer, Josef Hess und Karl Knapp sowie Leopold Zehetner und Obmann Dir. Anton Payer.

Von Jänner bis August 1981 konnten weitere Arbeiten im und am Kabinengebäude fortgeführt werden: Wasserinstallationen, elektrische Installationen, Innenputz und Malerarbeiten.
Es war eine Arbeit in Harmonie und Freude, verbunden mit vielen schönen und lustigen Stunden, alle Sportler waren mit Feuereifer sondergleichen dabei, und was sie taten, war wirklich frohen Muts getan.

Am 30. und 31, Juli und am 1. August 1982 wurden dann auf diesem Platz die Feierlichkeiten anlässlich des 30-jährigen Vereinsbestandes bei brachtvollem Wetter und unter großer Beteiligung der Bevölkerung aus unserem Bereich durchgeführt.

In den Folgejahren wurden die Böden des Gebäudes mit Gussasphalt versehen, der Boden der Kantine sowie WC- und Duschräume verfiest, Ballfanggitter und Umzäunungen errichtet, der Außenputz aufgebracht ein Kassahaus und die sogenannte "Hesskante" (Betonstufe zwischen Kassahaus und Kantinengebäude) gebaut und schließlich durch Auspflanzung von 60 Birken, 150 Föhren und 100 Thujen für eine idyllische Umrahmung der Anlage gesorgt.   

Stets betreut und sauber gepflegt präsentiert sich die Sportanlage sicherlich als ein Anziehungspunkt der fußballintressierten Bevölkerung und auch alle gegnerischen Mannschaften reisen samt Anhang immer wieder mit Freude zum Fußballspiel nach Altenwörth.

DIE ERFOLGREICHSTEN SPIELER DER VEREINSGESCHICHTE 

Anton RESCH kam von Altenwörth über den SC Tulln zur Wiener Austria. Dort feierte er am 18.Oktober 1985 sein Bundesligadebüt gegen DSV Alpine (4:1 Sieg). In der Folge absolvierte er 15 Spiele für die Violetten, musste dabei nur 13 Gegentore hinnehmen, und wurde im Sommer 1986 Österreichischer Fußballmeister.
Höhepunkt seiner sportlichen Karriere war sicher sein Europacupeinsatz im Münchner Olympiastation gegen den FC Bayern. Das Spiel ging zwar mit 2:4 verloren, der Ex-Altenwörther warf sich aber einige Male mutig allein anstürmenden Bayern entgegen. Ex-Bayern Spieler Gerd Müller nach dem Europacupspiel: "Wenn´s der Platzsprecher net durch ´gsagt hätt, wär´s mir garnet auf´gfall´n, das der Wolhlfahrt net spielt. Der Anton Resch is doch a ganz a normale Nummer 1 - kein Fehler, keine Schuld.Bravo!

Adolf ERTL spielte bei Rapid Wien, eine Verletzung verhinderte eine vielversprechende Karriere.

Karl GAUBITZER  und Erich KNAPP waren lange Zeit Spieler beim FC Tulln.

Mario KRUMPÖCK  wechselte von Altenwörth zum Kremser SC und spielte später beim FC Tulln.

Alfred STOPPACHER
wechselte 1999 vom Altenwörther Nachwuchs zum SC Tulln.


VERANSTALTUNGEN

Schon in den ersten Jahren nach der Gründung wurden neben der sportlichen Tätigkeit immer mehr und mehr gesellschaftliche Veranstaltungen verschiedendster Art ins Auge gefasst und ein Grossteil davon im jährlichen Rhythmus lückenlos fortgeführt.
In den Anfängen waren es Theateraufführungen, Sportlerbälle, Kirtage, Sonnwendfeiern und Weihnachtsfeiern, später kamen anstelle dieser Aktivitäten das Gesellschaftsschnapsen, die Wandertage, die Sporttage, Beach Party und das Steckerlfischessen als Unterhaltungsangebot für die Bevölkerung aus nah und fern dazu.
Hier sei neben den vielen Helfern die eine Durchführung von derartigen Veranstaltungen überhaupt erst möglich machen, auch allen Besuchern gedankt, die mit ihrem Kommen zu den diversen Festen einen entscheidenden Beitrag zum Gelingen und positiven Abschneiden leisten.